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Erfolgsgeschichte

Ella (46) und Johannes (52)

Ella (46, Bürokauffrau) aus Hamburg lernte mit PARSHIP.de Johannes (52, Pflegedienstleitung/Rentner) aus Hagen kennen. Beide haben uns geschrieben (Namen geändert):

Ella:
"Ich hatte meine Sucheinstellungen so sehr spezialisiert, dass mich nur wenige Partnervorschläge wirklich interessierten. Doch da gab es IHN: Johannes und ich schrieben uns ca. 2 Wochen lang E-Mails, dann telefonierten wir und ich war fasziniert von seiner Ausdrucksweise, seiner Stimme, seinen Ansichten und seinem Lebenslauf. Es ging alles sehr schnell, denn wir konnten beide den ersten Termin zum Kennenlernen, der erst in 5 Tagen stattfinden sollte, nicht abwarten und trafen uns schon am nächsten Tag zum Spaziergang: in der Dämmerung am Waldesrand (so wie ich es meinen Kindern immer verboten hatte!). Danach gingen wir noch in einer gemütlichen Kneipe ein Bier trinken und es war klar, dass wir uns wiedersehen würden. Das Bauchgefühl sagte einfach ja, trotz diverser Widrigkeiten: die Entfernung zwischen uns, wenig übereinstimmende gemeinsame freie Zeit, er: Katzenfan - ich: Hundefan. Damit kann keiner sein Tier zum anderen mitnehmen.

Viele Schwierigkeiten haben wir in dem letzten halben Jahr schon gemeistert: Krankenhausaufenthalt, wechselseitig defekte Autos (d.h. wenig Fortbewegung zum anderen), Jobsuche ... Aber wir begleiten uns dank der modernen Hilfsmittel und sind seelisch auch trotz räumlicher Entfernung sehr verbunden. Auch wenn nicht jede Lebenssituation körperlich anwesend begleitet werden kann, so unterstützen wir uns und sind uns nahe. Ich bin sehr dankbar, so einen Lebenspartner gefunden zu haben."

Johannes:
"Meine bedeutsame Internet-Begegnung mit Ella begann genau am 1.10.09. Es war die unerwartete Übereinstimmung bei den Spaßfragen, die uns aufeinander aufmerksam gemacht hatte ... nun hieß es also, dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Wir beide sahen diese Art der Übereinstimmung eigentlich nicht als so wichtig an, aber wer wusste schon, was daraus werden würde?

Ich freute mich nach längerer Suche mit meinem immer weiter überarbeiteten Profil darüber, endlich Resonanz zu erhalten. Ich hatte wieder Hoffnung, dass sich ein Kontakt entwickeln und sich nicht bewahrheiten würde, dass auch diese Hoffnung wieder zerplatzen würde wie die berühmte Seifenblase. Das hatte ich leider schon einige Male erlebt.

Ich war mir bewusst, dass ich mit meinen Vorstellungen nur einen sehr kleinen Kreis von Menschen ansprechen würde, aber das war eigentlich auch mein Ziel: Die Spreu vom Weizen schnell zu trennen, denn diese Art von Beziehungsaufbau kostet auch viel emotionale Energie, wenn man sie ernsthaft betreibt. Das war für mich auch in Ordnung so, ich suchte schließlich die 'ganz große Liebe'.

Den richtigen Partner fürs Leben zu finden, das geht eigentlich gar nicht - das war mir auch bewusst, aber ins Schneckenhaus eingraben, das führt ja auch nicht zum Ziel. Wer füreinander vorgesehen ist und den Gottglauben daran hat, der vertraut auf die Fügung. Also vertraute ich auch meinem inneren Gefühl bei allen Begegnungen, auf die ich mich später einließ. Mir war es wichtig, eine reife Persönlichkeit für mein weiteres Leben zu finden.

Die vergangenen Monate der Suche waren geprägt von mehreren Höhenflügen und Tiefschlägen: Hoffnung keimte auf, ich war voller Freude, auf ein Treffen gespannt - doch dann stellte sich nach den ersten Verabredungen Ernüchterung ein. Wie stark die Menschen, mit denen ich mich schließlich traf, von dem abwichen, was sie im Profil versprachen, war für mich enttäuschend. Manchmal stimmte auch die berühmte 'Chemie' zwischen uns einfach nicht ... Daraus zog ich die Erkenntnis, dass nichts so klar ist wie eine persönliche Begegnung, in der alle Sinne walten können. Mails sind eine schöne Art, sich anzunähern und erste Einblicke zu erhalten, Telefonieren ist dann die nächste, schon sehr viel persönlichere Kontaktebene, doch dies kann ein Treffen nicht ersetzen.

Ich zog daraus die Konsequenz, mein Profil (Selbsteinschätzung, Wünsche an eine Partnerschaft, Hobbys und Interessen) kernig, klar und unmissverständlich zu formulieren, um genau so, wie ich wirklich bin, erkennbar zu werden. So erhoffte ich mir ein Gegenüber, dass dann genau zu diesen markanten Ecken und Kanten 'Ja' sagen kann und will. Zu diesen Ecken und Kanten gehört es für mich unbedingt, die mir wichtigen Wertevorstellungen des Lebens wie auch Stärken und Schwächen meiner Person zu benennen. Ich fügte noch eine ziemlich genaue Umschreibung von Mrs. X (Äußerliches stand bei mir nicht an erster Stelle!) bei, in der ich den Menschen beschrieb, nach dem ich suchte. Ich selbst beschrieb mich als 'unverbogen', als 'geprägt durch einige wichtige frühere Beziehungen' und als 'bereit, die gemachten Erfahrungen daraus wertvoll zu verarbeiten und aus früheren Fehlern zu lernen'. Zu diesem Profil nun das passende Pendant zu finden, das glich schon der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Die früheren Erfahrungen aus meinen Dates haben mir jedoch auch gezeigt, dass man/frau mit viel Geduld und immer wieder frischer Energie, Offenheit und Gradlinigkeit auf die neuen Partner zugehen muss. Besonders wichtig erschien mir, innerlich zunächst wieder völlig im Lot zu sein, nicht vordergründig nach 'irgendeiner Beziehung' Ausschau zu halten, mit mir selbst im Reinen zu sein und auch ohne eine Partnerin inneres Glück zu empfinden. So begab ich mich dann auch im September wieder auf die Pirsch ...  

Nach sehr wohltuenden Mails und viel Verständnis ebnete sich dann der Weg zu unserem ersten Telefonat. Das war dann schon ziemlich aufregend! Die Stimme, die Sprache, die Ausdrucksweise, auch erste Einblicke in die Mentalität ließen mich schon nicht mehr in Ruhe. Ich war offensichtlich mit meiner Empfindung aber nicht so allein, denn sie willigte spontan und ohne große Scheu einem baldigen Treffen mitten in der Natur, die wir beide ja so schätzten, ein.

Es umgab mich ein Gefühl der Vertrautheit, als ich ihr begegnete. Ich konnte das nicht mal sachlich begründen, aber es fühlte sich so an, als wenn wir uns schon länger kannten ... als wenn dieses Treffen KEIN Zufall war ... Wir gingen entspannt der Abendsonne entgegen in einem erleuchteten Herbstwald und genossen unsere erste gelebte Gemeinsamkeit: die Natur! Danach fuhren wir zu einem (von ihr vorgeschlagenen) gemütlichen Lokal am Stadtrand. Es war eine sehr geschmackvoll eingerichtete - aber auch laute - Esskneipe in rustikalem Stil.

Während wir unseren ersten Hunger stillten, begann eine Jazz-Band zu spielen und wir genossen die internationale Atmosphäre, verloren uns fast in unseren ersten Erzählungen ... In den Gesprächen wuchs bei uns beiden schnell der Eindruck, auf einen Menschen gestoßen zu sein, mit dem es vieles zu teilen und zu entdecken gibt. Wir waren bald so vertraut, dass wir gar nicht merkten, wie die Zeit fortschritt, und dann auf einmal vom Gastwirt aufgefordert wurden, er müsse das Lokal bald schließen.

So war es unausgesprochen stimmig zwischen uns, dass wir den Heimweg zusammen antraten und uns dann innig zur Nacht verabschieden. Manche Dinge sind nicht vorhersehbar oder erklärbar, und so ging unsere Begegnung nach nur einem gemeinsamen Abend in die heute so wundervolle, vertrauensvolle und tiefe Beziehung über.

Alles, was zwischen den Partnern nicht stimmt oder beschönigt wird, kommt im richtigen Leben später ohnehin ans Tageslicht. Wir sind dankbar, uns gegenseitig in so großer Authentizität begegnet zu sein, so waren wir uns von Anfang an vertraut und wussten, auf wen wir uns einließen.

Ich möchte allen PARSHIP-Mitgliedern die Hoffnung vermitteln, dass auch nach vielen Versuchen und vergeblichen Dates so eine Übereinstimmung möglich ist. Wenn man/frau in der Suche geduldig, gradlinig und hoffnungsvoll bleibt, ist der beste Nährboden ausgelegt ..."

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